Plädoyer für eine demokratische Schule

Der Staat ist immer der schlechteste aller Unternehmer. Wir kennen das aus dem Sozialismus, insbesondere der untergegangenen „DDR“ und ihrer „Bruderstaaten“. Und genau so wie der Staat ein lausiger Unternehmer ist, ist er auch ein lausiger Betreiber eines Bildungswesens. Im Folgenden sollen nun die relevanten Schwachstellen des staatlichen Bildungswesens ausschnittsweise beleuchtet und denkbare Alternativen aufgezeigt werden.

Bildung statt Ideologie – Der Staat missbraucht die Schulen

Der Staat hat in Deutschland das Monopol auf die schulische Bildung. Der Anteil der Privatschulen liegt in Deutschland bei nur ca. 14%. Mehr als 4/5 der deutschen Schulen sind demnach Staatsschulen. Dafür haben die einzelnen Bundesländern entsprechende Ministerien und eine nachgeordnete, teilweise vollkommen aufgeblähte,  Bürokratie errichtet, welche diese Schulen verwaltet und Regierungshandeln durchsetzt. Und genau da liegen die Ursachen für die vielfältigen Probleme, die sich seit Jahrzehnten im Bildungssektor ansammeln und stetig sowohl quantitativ als auch qualitativ zunehmen.

Wenn Politiker über Bildung entscheiden, ist das nicht nur suboptimal, es ist ein Desaster. Politiker zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass sie kaum über Sachverstand verfügen und häufig nicht einmal einen abgeschlossenen Beruf oder ein erfolgreich beendetes Studium vorweisen können. Und auch ein abgeschlossenes Jurastudium prädestiniert nicht gerade für den Job des Bildungsministers. Die Leute lassen sich überwiegend von ideologischen Überlegungen leiten, Pragmatismus, Vernunft und ein differenziertes (i. e.analytisches) Herangehen an Probleme überfordert die meisten von ihnen kognitiv in erheblichem Maße. Bei einem derartigen „Mindset“ kann nur eine Bildungskatastrophe die langfristige Folge sein.

Allerdings sprechen wir hier von einer Katastrophe mit langer Entwicklungszeit, denn schlecht Ding will Weile haben. Diese Katastrophe wurde durch unzählige „Bildungsreformen“ im Laufe der letzten Jahrzehnte verursacht. Besonders in links regierten Bundesländern wie z. B. in Bremen (über mehrere Jahrzehnte von der SPD regiert) kommt dies deutlich zum Ausdruck. Bremen und auch das „woke“ Berlin (ein links-grünes Desastersystem, dem die Lehrer scharenweise davonlaufen) belegen regelmäßig bei Schulleistungstests wie „Pisa“ die letzten Plätze. Die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, die flächendeckende Einführung von Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen und andere links-ideologisch ausgerichtete „Reformen“ haben die Schulen weitestgehend funktionsunfähig gemacht. Hinzu kommt, besonders in Großstädten, ein drastisch gestiegener Anteil an Migrantenkindern, was den Lernerfolg der Klassen ebenfalls nicht gerade steigert. All das läuft unter dem Oberbegriff „bunte Vielfalt“ und führt zu einem drastischen Abfall der kognitiven Leistungen der noch lernwilligen jungen Menschen.

Statt anspruchsvolle Inhalte zu vermitteln, werden Lehrpläne zu „Leerplänen“. Besonders in den Naturwissenschaften werden die Unterrichtsinhalte immer weiter zurückgeführt auf ein Maß, das weit unter jenem liegt, mit dem man bei den Schülern ein ordentliches Verständnis für naturwissenschaftliches Denken vermitteln kann. Wenn in Physik- oder Chemiebüchern fast keine Formel mehr erscheint, ist das zwar gewollt, aber für ein späteres Studium dieser Fächer eine nackte Katastrophe. Stattdessen wird z. B. in Rheinland-Pfalz das unsägliche Geschwätz von der „Demokratiestärkung in der Schule“ auf die Bühne gehievt, was letztlich bedeutet, dass ein Geschwätzfach wie Sozialkunde mit zusätzlichen Stunden unterrichtet wird, wofür natürlich andere Fächer Federn lassen müssen. So wird ideologischer Irrsinn in die Schulen getragen, Bildung wird entwertet und Unterricht für die ideologische Formung der zukünftigen Untertanen instrumentalisiert.

Seit Jahrzehnten missbrauchen die Politiker auf diese Weise ihre Macht in den Schulen zur Einbringung ihrer linkslastigen Ideologien in den Unterricht. Unterrichtthemen sind heute „Vielfalt“, „multikultureller Austausch“ und natürlich die „Gendertheorie“. Es ist unerträglich! Also haben wir hier im Prinzip alles Dinge, die ein „klassisch“ ausgebildeter und wissenschaftlich denkender Lehrer freundlich formuliert als „gaga“ abqualifizieren würde.

Da der Staat jedoch das Monopol im Bildungsbereich besitzt (und über die Curricula sogar in die Privatschulen hineinregiert), wird der von entfesselten und verstandesmäßig immer hart am Limit operierenden Politikerclique ihre krude Ideologie 1:1 in die Schulen hineingetragen. Dies führt zu einer sukzessiven Evakuierung der Köpfe der Schüler, was natürlich beabsichtigt ist. Wer schon von klein auf den ganzen linken Unsinn quasi mit der Muttermilch eingesogen hat, der wird auch später sehr „woke“ (also systemtreu) sein Leben im Sinne der herrschenden Pseudoeliten führen. Also ist der alte Lehrsatz der Pädagogik „Die Schule als Institution erzieht“ korrekt, müsste aber noch ergänzt werden zu „.,..im Sinne der herrschenden Politikerkaste.“. Die angebliche „Pandemie“ ist übrigens ein solches Indoktrinationsprogramm.

Eine Lösungsmöglichkeit aus diesem ganzen Schlamassel herauszukommen, wäre eine konsequente Privatisierung der Schulen. Der Staat hat sich aus der Bildung vollkommen herauszuhalten. Punkt.

Freie Schulen könnten ihre Lehrpläne selbst bestimmen, möglicherweise müsste ein gemeinsames Basiscurriculum von wissenschaftlich arbeitenden Institutionen wie z. B. Universitäten, definiert werden. Sämtliche Ansätze jedweder Ideologie haben in der Schule hingegen nichts zu suchen, der Unterricht bzw. seine Inhalte hat streng wissenschaftlichen Maßstäben zu genügen. Pseudowissenschaften wie „Gender“ oder Dinge wie die angebliche „Klimakatastrophe“ wären somit außen vor und würden nicht mehr den Weg in die Köpfe der Schüler finden.

Demokratisierung in der Schule – Neues Denken für schwierige Zeiten

Diese neuen Schulen hätten dann auch kein staatliches und vor allem verbeamtetes Personal mehr sondern würden sich auf dem freien Markt ihre Lehrer suchen. Wie jedes andere Unternehmen auch. An die Lehrerschaft wäre nur die Anforderung der Erfüllung bestimmter formaler Qualifikationen zu stellen, also z. B. ein ordentlicher Studienabschluss.

Derlei Wahlmöglichkeit hätte, gerade in Ballungsräumen, den Vorteil, dass Eltern sich die Schule aussuchen könnten, auf die sie ihre Kinder schicken. Ein großes entsprechendes Angebot wäre wirkliche „Vielfalt“, im Gegensatz zu der Einfalt der staatlichen Schulen in Deutschland. Angebot und Nachfrage würden, wie immer, einen Markt ergeben. Gut beleumundete Schulen hätten eine höhere Nachfrage und könnten sich ihre Schüler eher aussuchen als Schulen, die schlecht geführt sind. Dies wäre auch wiederum ein Ansporn für Schulen, denn Konkurrenz belebt bekanntermaßen den Markt. Es würde sich wieder lohnen, sich anzustrengen. Auch Lehrer hätten eine größere Auswahl, sie könnten zwischen den Schulen wählen und sich einen Arbeitsplatz suchen, der ihnen sowohl inhaltlich als auch vom sozialen Umfeld und dem Kollegium (und der Leitungsebene) her am besten zusagt.

Diese Leitungsebene wären ebenfalls keine beamteten Schulleiter (die oft krasseste Fehlbesetzungen sind) sondern man müsste hier Gremien bilden, die zeitlich befristet (z. B. zwei der drei Jahre) die Schule leiten und danach wieder als normale Lehrer arbeiten. Der Gedanke der „primae inter pares“, also „der Ersten unter Gleichen“ der aus dem alten Rom bekannt ist, könnte hier zur Anwendung kommen. Allerdings um das zeitweilige Privileg ergänzt, Entscheidungen zu treffen, welche die Schule angehen. Wobei immer auch die Möglichkeit eines Vetos gegeben sein muss, z. B. einen bestimmten Beschluss durch eine ausreichende Mehrheit des Kollegiums zu Fall zu bringen.

Die Finanzierung der Schulen könnte über Bildungsgutscheine (ggf. ergänzt um Zuzahlungen der Eltern) vorgenommen werden.

Auf diese Weise wäre es auch möglich, Versager und Psychopathen innerhalb der Lehrerschaft im Rahmen der arbeitsrechtlichen Normen alsbald vor die Tür setzen können. Heute wird man diese Gestörten hingegen kaum noch los. Wer mal beamtet ist, bleibt das auch, zumindest, wenn er sich nicht gerade gegen die Regierung positioniert.

In den Niederlanden liegt übrigens der Anteil der privaten Schulen beispielsweise bei weit über 70%. Dass junge Niederländer wesentlich dümmer aus der Schule herauskommen als Deutsche, ist nicht bekannt. Im Gegenteil.

Die Schulen in Deutschland brauchen wirkliche Reformen. Sie brauchen Freiheit statt staatliche Gängelung, sie brauchen Unabhängigkeit anstatt Zwang und sie brauchen Lehrer, die wirkliche Lehrer und keine Handlanger einer durchgeknallten Bürokratie oder entfesselter und inkompetenter Politiker sind.

 

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