„Mundtot machen“ – Sprechverbot für die Fortbildung

Aus den Gerichtsakten:

[…]

Weiterhin wurde in ebenfalls rechtswidriger Weise durch Schulleiter ein vorher ergangener Konferenzbeschluss unterlaufen:

Die Eheleute B. wurden durch einen Beschluss der Gesamtkonferenz im November 2019 dazu bestimmt, mit 2 anderen Kollegen einen Studientag vorzubereiten. Im Rahmen dieser Vorbereitung kam man innerhalb dieser Planungsgruppe überein, dass die Eheleute B. ein kurzes Referat zum Thema „Stressfaktoren im Lehrerberuf“ halten sollten.

Kurz bevor dieses Konzept von der folgenden Gesamtkonferenz abgesegnet werden sollte, kam der Schulleiter L. auf die Eheleute B. zu und erklärte, es habe sich eine „weitere Steuergruppe aus dem Personalrat heraus“ gebildet, die einen Alternativvorschlag ausgearbeitet habe. Es war klar, dass durch diesen Vorschlag ein Auftreten der Eheleute B. als Referenten unterbunden werden sollte.

Beweis: Zeugnis der …..

Beweis: Zusatzprotokoll der Gesamtkonferenz vom 12.03.2020 (datiert 15.03.2020)

(Ende des Auszugs der Gerichtsakten)

Kommentar: Dass wir in einem Land leben, in dem ein kritischer Diskurs nicht besonders geschätzt wird, setze ich als bekannt voraus. Totalitäre Regierungen (meistens aus dem linken Lager), eine ebenfalls nach links ausgerichtete Medienlandschaft und vielfältige Nebenakteure, ideologisch ebenfalls angesiedelt im links-grünem Hintergrund, arbeiten seit Jahren beständig daran, den Meinungskorridor des öffentlichen Diskurses immer weiter zu verengen. Warum sollte es in Schulen anders sein?

Wer uns nicht passt wird platt gemacht!“ ist das intellektuell über alle Maßen dürftige Motto dieser Nicht-Denker und Nicht-Diskutierer. Wenn man es geistig nicht auf die sprichwörtliche „Reihe bekommt“, sich mit anderen durch den Austausch von reflektierten Argumenten auseinanderzusetzen, dann bleibt immer noch das Sprechverbot. Autoritäre Systeme sind mir übrigens bis dato nie als besonders diskursfreudig aufgefallen. Ich führe das auch auf eine schwerwiegende geistige Unterlegenheit ihrer Protagonisten zurück. Wer intellektuelle Defizite hat, muss den Diskurs scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Und dann wird eben der Maulkorb verhängt. Man kennt das zur Genüge.

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