Hilfe durch die Justiz?

Normalerweise sind Mobbingattacken am Arbeitsplatz ein Fall für die Justiz. Bei Angestellten sind die Zivilgerichte zuständig, bei Beamten die Verwaltungsgerichte. Und bei letzteren gibt es ein Problem. Laut einer Statistik gehen 70% der Entscheidungen von Verwaltungsgerichten im Sinne der Verwaltung aus. Und unter „Verwaltung“ sind auch eben die mobbenden Schulleitungen, Kollegen und die ebenfalls mobbenden Dienstbehörden zu verstehen. Insofern hat man als klagender Beamter schlechte Karten, auch wenn bei objektiver rechtlicher Bewertung die Fälle eindeutig gelagert sind.

Was der normale Bürger als „Mobbing“ bezeichnet, geht bei Verwaltungsgerichten nämlich immer noch als „übliches Verhalten“ durch.

Man mache sich einmal folgendes klar. Viele Verwaltungsrichter kommen aus der Verwaltung, man kennt sich und eine Krähe hackt der anderen nur dann ein Auge aus,. wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Sagen wir es konkret: Die Justiz, zumindest hier in Rheinland-Pfalz, ist genau so parteiisch wie die Verwaltung. Sie ist letztlich Teil der Verwaltung, die Gewaltenteilung existiert nur auf dem Papier in einer Anscheinsdemokratie wie „BEDAZ“ (i. e. „bestes Deutschland aller Zeiten“) sich darstellt.

Insofern: Zu hoffen, Hilfe von der Justiz zu erhalten, ist vollkommen sinnlos. Der einzige Ausweg aus dem Schulmobbing ist letztlich, diesem irrsinnigen System den Rücken zu kehren. Pensionsanspruch hin oder her. Manchmal muss man einfach Nägel mit Köpfen machen. Auch wenn es Nachteile bringt.

Grundsätzlich ist es eben so: Der Beamte wird durch den Dienstherrn „gepampert“. Es gibt massenhaft Privilegien für Leute, die in anderen Berufen, z. B. in der Wirtschaft, kaum ein derartiges Nettoeinkommen erzielen könnten, wie z. B. als Lehrer. Gleiches gilt die Leute aus der Dienstaufsicht. Intellektuelles Mittelmaß findet selten den Weg in die „Top Law Firm“, also international tätige Anwaltskanzleien. Bei der „ADD“ sind diese mittelmäßigen Juristen, die sich primär durch eine Eigenschaft auszeichnen und das ist Unterwürfigkeit, bestens aufgehoben. Sie müssen einfach funktionieren, besondere kognitive Fähigkeiten sind nicht vonnöten.

Für den Beamten gibt z. B. es den Beihilfeanspruch (50% der Krankheitskosten trägt der Dienstherr), die Pension, die ca. doppelt so hoch ist wie eine entsprechende staatliche Rente etc. Dafür hat der Beamte aber bitteschön dann auch konsequent den Mund zu halten und alles an Ungeheuerlichkeiten zu schlucken, was ein psychopathisches System und seine Betreiber so aufzubieten haben.

Im Prinzip lässt sich der Beamte vom Dienstherrn kaufen: Privilegien gegen Unterwürfigkeit. Das alte Feudalsystem in neuem Anstrich. Nur wurde der Begriff „Lehensherr“ eben durch „Dienstherr“ ersetzt. Das ist im Grunde alles. Es ist eine modernisierte Form der Leibeigenschaft.

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