Der Mann vom Personalrat – Mobbing für die eigene Karriere

Personalräte sollen die Interessen des Kollegiums gegenüber der Schulleitung wahrnehmen. Sie sind die Anwälte der Mitarbeiter. Leider verfolgen sie manchmal ganz andere Interessen. Der hier in Rede stehende Herr, nennen wir ihn „J.“, wollte „nach oben“. Und da ist es gut, auf den aktuellen politischen Zug aufzuspringen und sich an „höchster Stelle“ mal ein paar Fleißpunkte zu sichern. Die kann man nämlich immer brauchen, denn oben wird die Luft immer dünner…

Eine Fallschilderung aus der Zeit der „schlimmsten Pandemie aller Zeiten“.

Der größte Lump im ganzen Land ist nach wie vor der Denunziant.

Dieser Satz wird dem Dichter Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben, 100% belegt ist dies aber nicht. Was aber zu 100% belegt ist, ist die Tatsache, dass Denunziation immer noch das Mittel des entsprechend eingestellten Zeitgenossen ist, wenn er seine Gegner fertig machen will. Wobei es aber oft nur bei dem bliebt, was Juristen als „untauglichen Versuch“ bezeichnen. Denunziation ist bei Lehrern, die oft wenig kritisch agierende Unterstützer eines perfiden staatliche Systems sind, gerade schwer en vogue. Besonders der Personalrat, auch bekannt als „ÖPR“, ist immer mit vorne dabei, wenn man jemanden „in die Pfanne“ haben will.

Die Geschichte: Ein Personalrat wendet sich direkt an das Ministerium und schwärzt mal eben einige Mitglieder eines Kollegiums an, weil diese sich weigern, einen „Mundschutz“ anzuziehen. Denn es wütet gerade die „schlimmste Pandemie“ aller Zeiten, die Straßen liegen voller verwesender Leichen und täglich nimmt die Zahl der Todgeweihten zu. Das Ende ist nah!

Ganz am Rande: Es bestand zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Verpflichtung, den Lappen zu tragen. Gemeldet hat „IM Maske“ trotzdem. Denn er wähnt sich moralisch überlegen.

Man ist erstaunt. Denn eigentlich war ich ja immer der Meinung, die Aufgabe des Personalrates sei die Vertretung der Interessen der Mitglieder des Kollegiums und nicht die Tätigkeit als Spitzel der Maskenstasi nebst „melden“ von Personen, deren Verhalten man missbilligt. Erich Mielke, Ex-„DDR“-Stasiboss, hätte hier sicher einen sozialistischen Sonderorden verliehen. „Genosse Personalrat! Weiter so für den Sieg des „Corona“-Sozialismus!

Vermutlich ist diese vor Unterwürfigkeit geradezu triefende Einlassung als „Sachvortrag“ gedacht. Er lautet: „Wir tun alles, um das böse Killervirus, das uns alle töten will, zu verhindern.“ und man hofft vermutlich auf ein Schulterklopfen vom Empfänger.

„Solidarität“ kommt immer gut, besonders in rot-grün regierten Bundesländern. Und auf den Zug muss der ÖPR-Mann dringend aufspringen.

Weiter schreibt „IM Maske“:

Man könnte jetzt ja einwenden, dass sich die „Vorbildfunktion“ der Lehrer vor allem darin zeigen sollte, kritisch über den vielfältigen Unsinn nachzudenken (und die Schüler auch zu dieser kritischen Reflexion anzuleiten!), der da momentan aus den Leitungsebenen der Ministerien in die Fläche der Schulen abfließt, aber egal. Wir wollen den Kollegen nicht zu stark verwirren. Für ihn bedeutet „Vorbildfunktion“ der Lehrers offenkundig lediglich, gedankenlos jeden Unsinn mitzumachen. Denn „die da oben“ werden schon recht haben mit dem was sie tun. Und der Beamte ist ja auch angehalten, derlei dann auch zu 100% umzusetzen. Und sei es, sich eine Art Lappen vor den Mund zu binden, der nachweislich keine Schutzwirkung gegen einen Keim hat, der um 3 Zehnerpotenzen kleiner ist als die Maschenweite des Stoffes aus dem der Lappen hergestellt ist.

Diese Lehrkraft, über welche da so vehement Beschwerde geführt wird, scheint eine, um mal in der Sprache der Stasi zu bleiben, feindich-negative Person zu sein. Aber gut, dass es „die Klassenleiter“ gibt, die rücken es dann wieder gerade. Und die Schüler tragen wieder brav ihre „Gesichtstextilien“ (Zitat Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Man darf erleichtert sein. Ein „Corona“-Hotspot wurde erfolgreich verhindert.

Das hätte man aber besser formulieren können: „Die Schüler haben wir auch schon erfolgreich angestachelt, das Schreiben geht gerade raus. Wenn wir was machen, machen wir es gründlich!„.

Ein schönes Sammelsurium von Begriffen aus dem „pädagogischen Bullshit-Bingo“: „Unkollegial“, „unsolidarisch“, „Störung des Schulfriedens“.

So, der verbale Kniefall neigt sich dem Ende („Gott sei Dank!“ möchte man einwerfen), noch ein paar abschließende Gesten der Unterwürfigkeit, etwas Solidaritätsbekundung sowie vehementes Flehen um Hilfe in einer verzweifelten Lage, aber dann ist das auch erledigt.

Was die Ministerin eventuell tatsächlich unternommen hat, um die Moral vor Ort wieder aufzurichten, ist nicht bekannt. Bestimmt hat sie jedem Schüler und Lehrer eine handsignierte Maske mit dem Landeswappen überreicht, verbunden mit Dank und Anerkennung im dauernden Kampf gegen das Killervirus.

 

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